Histaminintoleranz testen

Histamin-Test

Mit Hilfe des Testes kann eine Histaminintoleranz labordiagnostisch über den Nachweis von Methylhistamin nachgewiesen werden. Urin ist als Filtrat des Blutes ganz besonders geeignet, die Stoffwechselstörung dort zu messen, wo es von Bedeutung ist: im Gesamt-Körperstoffwechsel.

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Als Gewebshormon beeinflusst das Histamin die Sekretion zahlreicher Neurotransmitter und besitzt dershalb vielfältige Funktionen im menschlichen Organismus. Weil Histamin an der Immunabwehr beteiligt ist, nimmt es eine zentrale Rolle bei allergischen und entzündlichen Reaktionen ein.

Die Bestimmung des Methyl-Histamin-Spiegels im Urin ist ein geeigneter Marker für die Diagnostik der Histamin-Intoleranz und aussagekräftiger als die Messung von isolierten Histaminstörungen im Darm.

 

Die Messung sollte an einem Tag durchgeführt werden, an dem typische Symptome vorliegen.

 

Symptome

  • Schwindel, Benommenheit, Unruhe
  • Gelenk- und Kopfschmerzen, teils migräneartig aufgrund verstärkter Freisetzung von NO-Radikalen im Gefäßendothel,
  • Juckreiz, Hautrötung, Urticaria
  • Übelkeit, Erbrechen, Koliken, Meteorismus, Diarrhöen,
  • Fließschnupfen, verstopfte Nase, Asthmaanfälle,
  • Herzrasen, Arrhythmie,
  • Dysmenorrhö

Erhöhte Histaminwerte treten auf durch

  1. eine verstärkte Freisetzung von Histamin, vor allem durch Mastzellen,
  2. eine erhöhte Zufuhr von Histamin,
  3. eine unzureichende Aktivität der Diaminoxidase (DAO).

Verstärkte Freisetzung von Histamin

Auslöser sind allergische und pseudo-allergische Reaktionen  (Intoleranzreaktionen), die in beiden Fällen durch Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelfarbstoffe oder Medikamente ausgelöst werden können. Sowohl allergische Reaktionen als auch Intoleranzreaktionen können mit einem Leaky Gut (pathologische Permeabilitätserhöhung des Darmepithels) vergesellschaftet sein.
 

Erhöhte Zufuhr von Histamin
Hohe Histaminkonzentrationen finden sich in mikrobiell fermentierten Nahrungsmitteln, z. B. in lang gereiftem Käse, Sauerkraut, Wein oder in mikrobiell kontaminierter, proteinreicher Nahrung wie Fisch, Fleisch oder roher Wurst. Die DAO ist mit dem Histaminabbau überfordert.
 
Unzureichende Aktivität der DAO

Unzureichende Aktivität der DAO kann vorliegen

  • bei unzureichender DAO-Synthese in Darm oder Niere aufgrund gastrointestinaler Erkrankungen, chronisch mikrobiellen Infektionen, 
  • bei kompetitiver Hemmung der DAO durch Alkohol, Medikamente und biogene Amine, 
  • bei Mangel an DAO-Kofaktoren wie Vitamin B6, Vitamin C   und Kupfer,
  • durch DAO-Polymorphismen, in Verbindung mit Mastozytose,  Nahrungsmittelallergien, Sprue, Mb. Crohn, Colitits ulcerosa, Leaky Gut

Sie erhalten das Testset per Post und schicken es nach der Probennentnahme zurück an das Labor. Info: Anhand des Barcodes auf den Röhrchen können die Tests im Labor zugeordnet werden.

Im Preis enthalten ist die Befundauswertung der Laborergebnisse und die Erarbeitung einer Therapieempfehlung.

 

GOÄ 4078, 4079

 

Weiterführende Informationen

N-Methylhistamin entsteht durch den Transfer einer Methylgruppe von S-Adenosylmethionin (SAM) auf den Imidazolring von Histamin. Die Reaktion wird durch die Histamin N-Methyltransferase (HNMT) katalysiert. Im Gegensatz zu Histamin ist N-Methylhistamin biologisch inaktiv.

 

Was tun bei einer erhöhten Ausscheidung von N-Methylhistamin im Urin?

 

Labordiagnostik

  • Die Ausscheidung von N-Methylhistamin im Urin ist besonders stark bei einer Mastozytose erhöht. Als Diagnostik eignet sich die Bestimmung der Tryptase im Serum zum Ausschluss einer okkulten Mastozytose
  • Zonulin im Stuhl bei Hinweis auf Beteiligung des Gastrointestinaltrakts (Untersuchung auf Leaky Gut)
  • Ausschluss von chronisch perstistierenden Mikroorganismen mittels Durchführung einer funktionellen Bestimmung der Vitamin-D-Rezeptor-Blockade (VDR-Blockade)
  • ggf. ergänzend DAO (Diaminoxidase) im Serum
  • ggf. ergänzend Ausschluss verminderter Cofaktoren: Vitamin-B6-Spiegels (das Enzym Diaminoxidase benötigt Vitamin B6) Calcium, Kupfer, Vitamin-C, Zink  

Behandlungsmöglichkeiten

  • Ernährungsumstellung auf Histaminarme Nahrungsmittel
  • Behandlung einer Dünndarmfehlbesiedlung
  • Reduktion chronischer Viruslasten
  • Stabilisierung von Histaminsymptomen möglich durch Vitamin-C, Vitamin-D, Heilerde, Antihistaminika wie beispielsweise Cetirizin

 

Hinweis zur PROBENENTNAHME:

Bitte achten Sie darauf, dass die Aussagekraft der Tests besonders groß ist, wenn die Probenentnahmen unter Alltagsbedingungen durchgeführt werden, das bedeutet, dass Sie den Labortest unter Stressbelastung im Lebensalltag durchführen.

 

Bitte führen Sie die Probenentnahme durch, sobald Ihr typisches Beschwerdebild deutlich vorhanden ist.

 

BESTELL-HINWEIS:

Bitte senden Sie die Bestellungen für jeweils

nur eine Person ab,

damit die entsprechenden Daten (wie z. B. Name, Geburtsdatum, etc.)

direkt vom Labor bearbeitet werden können.

 

Eine Bestellung umfasst eine Lieferung an Sie. Möchten Sie die Tests zeitlich unterschiedlich verschicken, dann bitte zwei getrennte Bestellungen vornehmen.

 

Portokosten beinhalten auch die Weiterleitung an das Labor.